Darum ist das Single-Dasein für Männer viel schwieriger als für Frauen

Ein einsamer Germania

Ich w31, attraktiv, guter Job war nie jemand, der früh an Ehe u Kinder gedacht und sich gesehnt hat. War immer in längeren Beziehungen, aber leider war nie der dabei, mit dem ich mir vorstellen konnte, Kinder zu bekommen und zu Heiraten. Es handelt sich um eine selbstbewusste Frau, die die Kontrolle über ihr Leben und ihre Entscheidungen hatte und hat. Mit einem guten Job hat sie keinen wirtschaftlichen Druck, der sie in eine suboptimale Beziehung zwingt. Sie hatte längere Beziehungen, aber nicht zu Männern die sie heiraten wollte oder mit denen sie Kinder bekommen wollte. Das hat mich aber nie gestört. Ich habe mir immer gesagt, irgendwann finde ich schon den, der zu mir passt und mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann. Diese Aussage ist interessant: Sie war sich völlig darüber im Klaren, dass sie irgendwann heiraten möchte und Kinder bekommen möchte. Den dazu passenden, perfekten zukünftigen Partner hat sie als Gegeben vorausgesetzt.

Locked-In - gefangen im eigenen Körper

Drucken Berlin ist die Stadt, in der hinter jedem Biosupermarktregal der Mann fürt Leben wartet. Und wenn nicht der Mann fürs Leben, dann auf jeden Fall einer für den schnellen, unkomplizierten und überdurchschnittlichen Sex. Und falls außerdem der nicht, dann wenigstens der Typ, der am Abend zuvor auf der Tanzfläche im Dunkeln noch ganz acceptable aussah. Aus Leverkusen oder Radebeul betrachtet bietet das Singleleben in Berlin altogether das und noch einige Fantasien mehr. Die Realität ist weniger schillernd: Berlin kann so einsam sein wie Allgemeinheit allerletzte Dorfkneipe. Vor allem für Frauen wie mich, Mitte 30, Akademikerin — die absolute Problemgruppe. Wir sind schwer vermittelbar. Frauen in Führungspositionen sind sogar überdurchschnittlich häufiger Single als alle anderen.

Beziehungsbremse Autarkie?

All the rage dieser Galerie: 2 Bilder Foto: Astrid Wallen Sissel Gran, Ich verlasse dich, weil ich leben will. Verlag HerderSeiten, 24,79 Euro STANDARD: Sie beschreiben all the rage Ihrem Buch sehr viele unglückliche Beziehungen. Was sind eigentlich die Hauptursachen dafür, dass Paare sich trennen? Sissel Gran: Menschen trennen sich, wenn sie sich in der Beziehung über lange Zeit einsam, unsichtbar und unwichtig fühlen. Zumindest sind es die Paarbeziehungen, auf Allgemeinheit ich mich in meinem Buch konzentriere. Es gibt natürlich auch andere Trennungsgründe wie wiederholte physische Gewalt, Drogenmissbrauch, ständiges Fremdgehen oder Formen von emotionalem Alarm, nur ist das nicht mein Kernthema. Ich konzentriere mich auf das Beschreiben von Paaren, bei denen Gewalt oder Missbrauch kein Thema war, die Beziehung aber trotzdem als sehr schmerzvoll und die Trennung als Bedrohung empfunden wurde — und zwar als Bedrohung für das eigene Selbstverständnis. STANDARD: Gibt es eigentlich klassische Muster in Paarbeziehungen?

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