Sexualität in der Bibel: Hat die Kirche das Thema problematisiert?

Der Geist des Suggarbaby

Glaubt man der Werbung, geht es im Himmel ziemlich sexy zu. Hat Sex etwas mit dem Himmel und mit Gott zu tun? Viele Menschen beschreiben den Liebesakt ja mitunter tatsächlich als einen wundervollen Schwebezustand, der sich anfühle, als wäre man im siebten Himmel. PD Carracci Agostino: Die Liebe im goldenen Zeitalter Kupferstich — Befangener als Werbemacher gehen die Kirchen mit dem Thema um. Davon zeugen die Schlagzeilen, die über Schlimmes berichten. Sex und Glaube? Unwillkürlich denkt man da heutzutage an den sexuellen Missbrauch, den Geistliche Kindern und anderen Schutzbefohlenen angetan haben. Unter dem Deckmantel göttlicher Autorität wird Sex da zum Mittel der Unterdrückung und Selbsterhöhung.

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Allgemeinheit Pflege reagiert mit neuen, sexpositiven Konzepten. Sexualität mit sechzig, siebzig, achtzig Jahren plus ist zunächst einfach das: Sexualität — in all ihrer Vielschichtigkeit. Hierfür gehört die Dimension der Lust: Es wollen, sich danach sehnen, intim und erregt sein, die aufregende Nähe und Konzentration des anderen Menschen spüren, sich von der Welle zum Orgasmus tragen lassen. Es war irgendein Familienfest, wir tranken eine Menge Rotwein.

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Was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, ist also nur ein fehlerhafter Abklatsch einer vollkommenen Welt, die unabhängig von Raum und Zeit existiert. Eine Kugel ist rund, diese Wahrheit gilt immer, egal, ob alle scheinbar runden Gegenstände unter dem Mikroskop Dellen und Ecken haben. Nur durch unser Denken gelangen wir aus der Höhle dorthin — wie unser Geist wohnt in der unsterblichen Seele, die vorübergehend zwar im Körper gefangen ist, aber eigentlich aus der Ideenwelt stammt. Wenn wir unsere Vernunft gebrauchen, kann sich die Seele angeschaltet die Ideen erinnern und so außerdem das Gute und Gerechte erkennen. Aber auch der Körper spielt in Platons Erziehungsideal eine zentrale Rolle. Durch Sport lernen wir unseren Leib mit seinen Begierden zu beherrschen und schulen accordingly auch unsere Seele. Für ihn liegt das Wesen der Dinge nicht all the rage den Ideen, sondern in den Dingen selbst. Die Idee reflektiert also, was die Sinne wahrnehmen. Damit rehabilitiert Aristoteles die Sinneswahrnehmung — und führt überzählig die Hintertür eine unsterbliche Seele ein.

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Und viele der Eigenschaften, die uns einmarschieren, treffen auch auf anderes als Sex zu. An der Aufgabe, beides unter einen Hut zu bringen, kann be in charge of leicht verzweifeln. In der ersten seiner drei Abhandlung zur Sexualtheorie stellt Freud fest, dass die Handlungen, die Allgemeinheit sexuellen Abirrungen ausmachen, zugleich ein normaler Teil der normalen Sexualität sind. Sondern sie gehen sogar da, wo accordingly ein Akt tatsächlich stattfindet, ständig all the rage einer über das für Erektion und Lubrikation wenigstens Förderliche weit hinaus und werden in einer sich nutzlos verselbständigenden, die Vereinigung der Genitalien verdrängenden Art und Weise praktiziert. Von der sexuellen Begeisterung für Brüste oder Anus, der Fetischisierung von Kleidungsstücken oder dem sadistischen und masochistischen Rollenspiel ganz zu schweigen. Diese Dinge sind völlig gewöhnlich und zugleich aus der Sicht des Ziels der Vereinigung der Genitalien völlig fruchtlos. Das Unerhörte liegt nun aber durchgebraten darin, dass die Leute dem ernsten und erhabenen Ziel des Vorgangs accordingly wenig Achtung zollen. Das Unerhörte und Rätselhafte liegt in der Definition des Sexhabens, die unausgesprochen in Freuds Erkenntnis enthalten ist: Am normalsten Sexualvorgang sind bereits die Abirrungen zu erkennen — die Abirrungen von diesem normalsten Sexualvorgang nämlich. Der normale Sex ist der vom normalen Sex abweichende, abirrende Sex.

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