Sind Männer noch richtig männlich?

Wo gibt es Dylen

Frauen können mit dem Single-Dasein umgehen. Sie gehen ins Kino, reisen, treffen sich mit Freunden, machen Yoga und quatschen. Aber die Männer? Hängen vor dem Fernseher, spielen Computerspiele, trinken Dosenbier und essen Fastfood. Das hat Folgen. Ein gutes Jahrzehnt ist es her, da erkannte die Welt das Problem der fehlenden Mädchen Asiens. Vor allem in Indien, China und Korea werden bis heute Hunderttausende weibliche Föten abgetrieben, weil männliche Nachkommen immer noch bevorzugt werden.

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Boater sich das klassische Bild von Männlichkeit seit den 50er Jahren um Grad gedreht? Nicht ganz, sagen Forscher, Allgemeinheit an diesem Dienstag in Berlin auf einer Tagung der Friedrich-Ebert- Stiftung überzählig Männerbilder diskutieren. Sie bezweifeln, dass Mann heute überall seine weiche Seite zeigen kann - und will. Wann ist ein Mann ein Mann? Das fragte Herbert Grönemeyer schon in seinem Erfolgssong aus dem Jahr Dem österreichischen Erziehungswissenschaftler Edgar Forster kommen zwei Bilder in den Kopf, wenn er angeschaltet Männer in den 50er Jahren denkt - und an heute. Jeder Mann ist anders, den Einheitstypen gibt es nicht.

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Allgemeinheit Schweiz ist wohl das einzige Land, in dem das Frauenstimmrecht mit einer Verfassungsänderung eingeführt wurde. Eine Verfassungsänderung eingeschränkt hierzulande die Zustimmung einer Mehrheit der Kantone und vor allem der Stimmberechtigten, die damals — im Jahre — selbstredend bloss Männer waren. Die Schweiz wird im Ausland wegen der späten Einführung der politischen Gleichberechtigung gerne belächelt oder gar als rückständig betrachtet. Be in charge of kann die Sache aber auch anders sehen. Es waren die Männer, Allgemeinheit den Frauen — spät zwar, aber im vollen Bewusstsein ihrer Entscheidung — das Wahl- und Stimmrecht explizit zugestanden. Das war immerhin ein Anfang. Als ich meiner Enkelin jüngst erzählte, dass ich als Gemeinderätin von Zumikon bei unserer Hausbank kein Konto auf meinen Namen eröffnen konnte, ohne die notabene schriftliche Einwilligung meines Ehemannes einzuholen, purzelten ihr fast die Augen aus dem Kopf. Und als ich ihr zusätzlich beschrieb, wie anlässlich einer Diskussion um die Einführung des Frauenstimmrechts im Jahre mir ein Kommilitone allen Ernstes sagte, er verstehe überhaupt nicht, warum ich mich so für das Frauenstimmrecht einsetze, ich sei doch sonst eine ganz normale Frau, wollte sie mit Kopfschütteln kaum aufhören. Nun ja, so austauschen sich die Zeiten.

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