Wo sonst soll man also flirten wenn nicht bei der Arbeit?

Wo man Unrasierter

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Demnach beobachten 68 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer Sexismus in ihrem Umfeld. Männer und Frauen erleben dieselbe Wirklichkeit, nehmen sie aber anders wahr und deuten dieselben Situationen unterschiedlich, schreibt der Soziologe Carsten Wippermann. Für die bevölkerungsrepräsentative Studie befragte sein Delta-Institut für Sozial- und Ökologieforschung 2. Damit hält die Studie wissenschaftlich fest, was sich bereits in den öffentlichen Debatten zu MeToo und Aufschrei zeigte. Die meisten Befragten sind sich demnach einig über den Kern von Sexismus: Eine Person werde aufgrund ihres Geschlechts herabgesetzt und als Objekt für eigene Zwecke instrumentalisiert, sei es zur eigenen Profilierung, Luststeigerung oder aus Dominanzgebaren, erklärt Wippermann. Er bezeichnet Sexismus deshalb als Kommunikation, an der mindestens zwei Akteure beteiligt sind, und diesen Akt für sich interpretieren. Wöchentlich sehen sich acht Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer Sexismus ausgesetzt.

Im Alltag gibt es Missverständnisse

Seite 2 — Die Evolution hat den Flirt bevorzugt Wenn ich mit meinem Bäcker flirte, schenkt er mir Quarkbällchen. Wenn ich nicht mit ihm flirte, schenkt er mir keine. Darf ich die Quarkbällchen annehmen? Bis vor Kurzem hätte ich mir keine Gedanken gemacht über die sexuellen Implikationen von frittiertem Gebäck. Jetzt frage ich mich: Etabliert mein Bäcker ein Herrschaftsverhältnis, wenn er mir als Belohnung für eine Schäkerei Backwerk überreicht? Bin ich Erfüllungsgehilfin seiner chauvinistischen Methoden?

Kommentar

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